Das Projekt „Do birds tango?" (Institut für künstlerische Forschung in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Languages of Emotion" an der FU Berlin 2010) war ausschlaggebend dafür, dass ich angefangen habe mich für Fragestellungen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst und im Bereich der Cultural Animal Studies zu interessieren.

 

In der Interaktion von Zebrafinken, Musikern und Wissenschaftlern konkretisierte sich für mich die Frage, ob und wie mittels künstlerischer und performativer Forschungspraktiken Wissen von und mit Tieren gewonnen werden kann, weswegen ich 2012 einen Master in Performance and Creative Research an der University of Roehampton in London gemacht habe.

Seitdem beschäftige ich mich mit Tier-Mensch Beziehungen im Feld der Performance Studies, insbesondere im Kontext von gebietsfremden Tierarten. Mein Hauptinteresse gilt einem post-anthropozentrischen Verständnis von Kohabitation und Koevolution und der Frage, wie sich daraus resultierenden Konzepte des Zusammenlebens praktisch gestalten und erfahrbar machen lassen.

Zu diesem Thema habe ich verschiedene performative Versuchsanordnungen entwickelt, Lecture Performances präsentiert und Texte veröffentlicht.